KOMMKART - Kommunales Geoinformationssystem für die raumbezogene Internetpräsenz

Mit seinem am 16. Dezember 2010 beschlossenen Gesetz über das amtlichen Geoinformations- und Vermessungswesen GeoVermG M-V reiht sich Mecklenburg-Vorpommern nunmehr offiziell rechtlich in die europaorientierte Geodateninfrastruktur ein und stellt diese Bürgern und Wirtschaft für den Zugang und die Nutzung von Geodaten bereit. Damit entspricht nun auch unser Land der EU-Richtlinie INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in the European Community).

 

Paragraph 5 des Gesetzes bestimmt vorrangig die in §1 des Landesverwaltungs-verfahrensgesetzes bezeichneten Stellen, soweit sie Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen, als die Zuständigkeiten im amtlichen Geoinformations- und Vermessungswesens. Die geforderte Mitwirkung der Gemeinden bei der Gestaltung und Nutzbarmachnung der Geodateninfrastruktur (GDI) begründet sich in ihrem großen Datenpotential. Der Kommunalverwaltung, Wirtschaft und der Bevölkerung wird ein eurtopäisches Instrument mit einem enormen Wertschöpfungspotential gegeben. Die Gemeinden bekommen die Chance, ihre kommunale Selbstverwaltung weiterhin zu verwirklichen und die Erfüllung ihrer Pflichten zur Verwaltungsdienstleistung raumbezogen zu qualifizieren. Als aktiver Partner des Geoinformationswesens erhalten die Gemeinden zugleich auch einen modifizierten Auftrag als Geoinformationsstelle.

 

Sich dessen bewusst schlossen der ZV „elektronische Verwaltung in M-V“ und 7 kommunale Verwaltungen des Landes mit unterschiedlichen Formen von Gebietskörperschaften im Juli letzten Jahres mit Ihrem Dienstleistungspartner, der BTFietz Gesellschaft für Kommunales Geomanagement mbH, eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel, auf Grundlage der im automatisierten Verfahren abgerufenen  Geobasisdaten des amtlichen Liegenschaftskatasters gemeindliche Geofachdaten (FNP, gemeindliches Straßennetz, B-Plan, FFH, …) mit einem geeigneten online- Verfahren darzustellen und anzubieten. Womit der Nutzen und die Nutzbarkeit des Internets und von online- Verwaltungsverfahren für Bevölkerung und Wirtschaft verbessert werden sollen.

Die Partner sind Verwaltungen aus verschiedenen Landkreisen, die sich in den letzten Jahren immer offensichtlicher für die gemeinsame Planung und Durchführung von Projekten im Sinne des kommunalen Geo-Managements zusammengeschlossen haben.

Das Projekt hat die Entwicklung und pilothafte Einführung von Methoden und Modellen der Transaktionsabwicklung und Integration von Geobasisdaten mit Geo- Fachdaten der Kommunen in ihren Internetauftritten zum Ziel. Dadurch werden die Kommunalverwaltungen ihre Internetanwendungen Geo- qualifizieren und ihren Pflichten zur Verwaltungs-Dienstleistung bürger - und wirtschafts-freundlich nachkommen können.

Die dafür als Grundlage dienenden Geobasisdaten sollen in Form von modernen Webdiensten von den datenhaltenden Stellen temporär und unter Vermeidung einer separaten Datenhaltung abgerufen werden.

 

Die durch dieses Projekt erreichten Ergebnisse sollen allen anderen Verwaltungen zur um-fangreichen Nachnutzung zugäng-lich gemacht werden.

 

Am 21. September 2010 fand im Amt Rostocker Heide die Auftaktveranstaltung des 3 jährigen Projektes statt.